Erklärung der Bilder von oben nach unten:
1. große Gänge zur
Präsentation der Schülerarbeiten
2./3. Einzelausstellungen
4. Tragen von Hausschuhen im Klassenraum
5. Kunst aus Ausdruck einer modernen Zeit
6. angenehme, großzügige Klassenräume
7. moderne Lehrmittel, Computer etc.
8. ebenso Bastelmaterial
9. ein Werkraum der Spaß macht
10. ein eigener großzügiger Brennofen für Töpferarbeiten
11. und Töpferdrehscheibe
Wahrnehmungs- oder Sinnesraum, was ist das ?
Im Rahmen der „Neuen Schuleingangsphase“ muss jede Schule ein Konzept erstellen, welches die individuelle Förderung jedes Kindes ermöglicht. Für Schulanfänger, die Defizite im Wahrnehmungsbereich aufweisen, sollen durch eine gezielte Wahrnehmungsförderung im Rahmen außerunterrichtlicher Fördermaßnahmen die Voraussetzungen im Anfangsunterricht verbessert werden.
Im Rahmen ihrer 2. Staatsexamensarbeit hat die Lehramtsanwärterin Monica Stadler an der Martin-Luther-Schule Münster einen Wahrnehmungsraum eingerichtet und ein Förderkonzept für Kinder mit Defiziten im Bereich der Sinneswahrnehmung erstellt. Durch die Einrichtung eines speziell für die Sinnesschulung eingerichteten Raumes wird den Schülern ein Lernen in ruhiger und reizarmer Atmosphäre, abgeschottet von den vielfältigen Reizen eines Klassenraumes, ermöglicht. Hier können sie sich ganz auf ihren Sinne konzentrieren und in Kleingruppen verschiedene Wahrnehmungsübungen bewältigen (Fühlkisten, Fußtastpfad, Geräuschmemory, Zahlenfolgen springen, Flussüberquerung, Gewichtsdosen, Figuren biegen, Muster legen) . Für die Lehrkräfte der Martin-Luther-Schule stellt der Raum eine breite Palette an leicht ein- und umsetzbaren Übungsmöglichkeiten und Fördermaterialien zur Verfügung. So wird die Förderung der Wahrnehmungsbereiche in speziell eingerichteten Förderstunden in den Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit gerückt.
Wahrnehmungsförderung
Selbsttätiges Sammeln von Sinneserfahrungen wird Kindern durch veränderte Umweltbedingungen mehr und mehr erschwert. Durch zunehmende räumliche und zeitliche Begrenzungen, aber auch eine fortschreitende Mediatisierung treten inzwischen bei 10-20% der Kinder eines Jahrgangs Defizite im Bereich der Wahrnehmung auf. Störungen grundlegender Wahrnehmungsprozesse können sich nachteilig auf die Gesamtpersönlichkeit des Kindes auswirken, zu Entwicklungsverzögerungen sowie Lernstörungen führen und schließlich Lese- / Rechtschreibprobleme oder Rechenschwäche zur Folge haben.
Da der Schulerfolg ist in hohem Maße von der Wahrnehmungsfähigkeit abhängt, muss der Anfangsunterricht für Kinder mit Defiziten im Wahrnehmungsbereich durch außerunterrichtliche Angebote in Form von gezielten Fördermaßnahmen ergänzt werden. So wird der Aufbau einer grundlegenden Lernfähigkeit ermöglicht und die am Schulanfang vorhandene Lernmotivation kann aufrecht erhalten bleiben.
Um das Zusammenwirken der verschiedenen Wahrnehmungsbereiche zu unterstützen, setzt sich jede Förderstunde aus einer ganzheitlichen Ansprache aller grundlegenden Sinnesbereiche zusammen. Sensibilisiert werden folgende Wahrnehmungsbereiche:
- visuelle Wahrnehmung (sehen)
- auditive Wahrnehmung (hören)
- taktile Wahrnehmung (fühlen)
- vestibuläre Wahrnhemung (Gleichgewichtssinn)
- kinästhetische Wahrnehmung (Körperwahrnehmung)
Einzelförderung
Es stehen verschiedene Materialien für die Einzelarbeit in Form eines Stationstrainings zur Verfügung. Jedes Material ermöglicht eine Selbstkontrolle und die Bearbeitung in verschiedenen Schwierigkeitsgraden.
Kleingruppenförderung
Vielfältige Spielformen in Kleingruppen schulen neben der Ansprache der verschiedener Sinnesorgane die Kooperation und das gemeinschaftliche Miteinander innerhalb der Gruppe.
Presseartikel - HIER-
Unterrichtszeiten:
| 7.45 Uhr | Offener Unterrichtsbeginn | |
| 8.00-8.45 | 1.Stunde | |
| 8.45-9.30 | 2.Stunde | |
| Pause, 20 Min. Bewegungspause, 10 Min. Frühstückspause in den Klassen | ||
| 10.00-10.45 | 3.Stunde | |
| 10.45-11.30 | 4.Stunde | Nach 11:30 Beginn OGTS* und BMB* |
| Pause, 15 Min. Bewegungspause | ||
| 11.45-12.30 | 5.Stunde | |
| 12.30-13.15 | 6.Stunde | Nach 13:15 Ende der BMB* |
| Die Klingelzeichen ertönen nur noch zum Schulbeginn, Anfang und Ende der Pausen und zum Schulschluss 13:15 Uhr | ||
| *BMB - Bis-Mittag-Betreuung / *OGTS - offene Ganztagsschule | ||
Die Martin-Luther-Schule ist eine städtische evangelische Grundschule.
Dies bedeutet, dass an unserer Schule evangelischer Religionsunterricht erteilt
wird. Viele Kinder sind katholisch oder gehören einer anderen Glaubensrichtung
an.
Darauf wird im Religionsunterricht Rücksicht genommen; alle Kinder werden
in den Unterricht mit einbezogen. Wir feiern regelmäßig Schulgottesdienste
in der Apostelkirche.